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  • nati622

Herzlich Willkommä, Bonnie & Clyde!

Ich habe mich dazu entschlossen, den Blog nicht nach einem Schema zu gestalten, sondern einfach darüber zu schreiben was uns gerade beschäftigt oder bei uns auf dem Hof passiert.


Vor zwei Wochen ist ein Trutenpärchen bei uns eingezogen. Wir hatten nach einem Habicht Angriff auf eine unserer Hennen, die Idee unsere Hühnerschar mit Truten zu schützen. Wir haben nach diesem Vorfall recherchiert, wie wir die Hühner auf natürliche Weise beschützen könnten. Dabei stiessen wir auf die Truthähne. Sie sind sehr grosse und imposante Tiere, sehr wachsam und sehr laut. Unsere Hoffnung ist es, dass sie Alarm schlagen wenn Gefahr naht und die Hühner so gewarnt werden. Ein Versuch ist es auf jedenfall Wert, nur schon weil es faszinierende Tiere sind. Und wir würden die Hühner lieber nicht einengen durch spannen von Netzen über das gesamte Gehege. Wenn sie ausbrechen möchten, sollen sie das auch können und dürfen. Wir lieben unsere Hühner und möchten sie so gut es geht schützen.


Bonnie & Clyde waren 6 Wochen alt als ich sie in Spiez, auf einem Parkplatz auf dem ich den Chauffeur traf, abholen konnte. Wir haben Sie bei einer Zucht bestellt, welche normalerweise nicht die Geschlechter trennt und auch nicht nur einzelne Tiere verkauft. Aber zum Glück machten sie bei uns eine Ausnahme. Bestellt hatten wir sie bereits im Februar, entsprechend gross war die Vorfreude und Aufregung. Wir waren sehr erstaunt wie gross sie schon waren. Unser vorbereitetes Zuhause für die "Kleinen" war viel zu eng. Patrik legte eine Nachtschicht ein um ihnen ein grösseres Haus zu bauen.

Wir wussten nicht sehr viel über die Aufzucht von Truten. Ein wenig konnten wir über das Internet herausfinden und natürlich helfen uns auch unsere Tierärzte mit ihrer langjährigen Erfahrung.

Am Anfang müssen sie im Haus bei uns wohnen da sie noch nicht ganz befiedert sind. Auch dürfen sie nicht direkt zu den Hühnern wegen allfälliger Krankheiten welche die Truten mitbringen könnten und natürlich der gefürchteten Schwarzkopf Krankheit. Es ist auch eine gute Gelegenheit sie an uns zu gewöhnen. Sie waren so schüchtern am Anfang. Inzwischen lasse ich sie im Büro herumlaufen wenn ich am Computer arbeite. Sie werden immer zutraulicher, fressen Salat aus der Hand und bestaunen den Laptop aus der Nähe. Bonnie lässt sich auch schon auf den Schoss setzten und bleibt auch etwas da. Oder sie setzt sich auf den Arm und zerkratzt diesen auch gleich. Die Krallen sind sehr scharf.

Leider wurden die Kleinen etwa nach einer Woche krank. Wir waren sehr besorgt dass es die Schwarzkopf Krankheit sein könnte, für die es bei Truten keine Rettung gibt. Eine Kot Probe gab aber Entwarnung. Wir bekamen trotzdem Antibiotika. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Infekt der durch den Stress vom Transport ausbrechen kann und auf die Lungen und den Darm schlägt.

Wir lernten also etwas Neues, einem Truthahn und einer Truthenne Antibiotika in den Schnabel verabreichen. Es ist gar nicht so einfach die kleinen zarten Köpfchen zu halten. Aber für ihre Gesundheit tun und lernen wir natürlich alles.

Der Stall beim Hühnerhaus, in den die Truten dann einziehen können, ist leider noch nicht fertig. Zur Zeit überlegen wir uns wo wir sie für ein, zwei Wochen unterbringen können, da sie so schnell gross werden. Wir haben da schon eine Idee, mal schauen was Patrik wieder schönes bauen wird. Jetzt ist das Wichtigste dass die beiden wieder ganz gesund werden.

Wir sind gespannt wann wir die ersten, typischen, Trutenlaute zu hören bekommen, wie gross sie werden, ob sie später zutraulich sind, ob sie viel ausbüxen, auf Bäumen schlafen, den Habicht abhalten und und und. Ich liebe es immer, wenn neue Tiere einziehen! Eine spannende, lehrreiche und wunderschöne Zeit.





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